Chemnitz – Immobilien ?   Warten auf Flüchtlingsunterbringung ?

In Chemnitz ist nach unserer fast 20jährigen Erfahrung der „größte Marktplatz“ für überteuert verkaufte Immobilien, leider auch mit immensem Leerstandsrisiko. Seit der Wende wurden sog. Sanierungsobjekte bis zu dreimal „aufgehübscht“ und neu an Investoren der alten Bundesländer verkauft. Das Wort Schrottimmobilie aus Sicht der Investoren konnte und kann treffender für einen Standort nicht gelten.

Und hier beginnt der Zynismus. Betrogene Immobilienerwerber beginnen sich zu Tausenden an einen Strohhalm zu klammern. Flüchtlingsunterbringung. „Fast jede 2. Wohnung in unserer Beratung betrifft bundesweit den Standort Chemnitz,“ so RA Schäfer, „ die Aussichten auf einen dauerhaften Leerstand in Chemnitz nach ca 10-15 Jahren nach Ablauf einer Sanierung ist leider fast sicher. So die schlichte Statistik.“

Aber aktuell klammern sich die Erwerber an den Strohhalm, dass die Stadt schon auf Sie zukommen werde, wo es soviel Wohnraum gibt, müsse doch angemietet oder angekauft werden. „Wir erklären dann erstmal den Anlegern, dass dies ganz und gar nicht der dezentralen, quotalen  Unterbringung der Flüchtlinge in den Bundesländern und Kommunen entspricht, auch wenn die Logik dafür spreche, vorhandenen Wohnraum zu nutzen, “ so weiter RA Schäfer.

Daher muss unseres Erachtens weiterhin  empfohlen werden, am Standort Chemnitz (ebenso zB in Plauen oder Zwickau) die Sanierungsobjekte (meist um 1900/1910) spätestens nach Ablauf von 10 Jahren im noch vermieteten Zustand bestmöglich zu veräußern. Käufer sind praktisch ausschließlich wiederum Kapitalanleger, keine Selbstnutzer, so daß die Rendite stimmen muss. „Klar ist jedoch, daß die Wohnungen im Schnitt zwischen 20.000 und 30.000 Euro erbringen, die ursprünglich Euro 100.000 gekostet haben. Es geht nur darum, Schadensbegrenzung zu betreiben,“ so abschließend RA Schäfer.
Immerhin können unterstützt durch unsere Kanzlei im Monat fünf bis zehn Wohnungen allein in Chemnitz veräußert werden.

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