Plausibilitätsprüfung bei Veräußerung von Schrottimmobilien ?

Plausibilitätsprüfung : Beim Vertrieb von Geldkapitalanlagen ist zwischenzeitlich von der Rechtsprechung anerkannt, daß Anlagevermittler und Anlageberater, jeweils in unterschiedlicher Form auch dafür haften, daß die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Anlagekonzepts gewährleistet ist.

Es entstand hieraus die Pflicht zur Überprüfung der Renditeberechnung, zur Prüfung der Angaben im Prospekt, daneben eine Prüfung einer personalisierten Modell-Berechnung. Beim Anlageberater kommt zudem eine Auswertung der Wirtschaftspresse und deren Konsequenzen hinzu, ebenso eine Überprüfung der Seriosität und Bonität der sog. Schlüsselpersonen. Desweiteren muß der Berater auch die im Prospekt enthaltene Investitionsplanung auf Unstimmigkeiten überprüfen. Dies alles ist von der umfangreichen Rechtsprechung des BGH abgesegnet.

Irgendwie merkwürdig. Aber beim Thema Verkauf und Finanzierung überteuerter Immobilien als Kapitalanlagen spielen diese Punkt allesamt keine Rolle. Und dies, obgleich es einfach ist, unter die benannten Gesichtspunkte auch genau die bekannten „Beratungsgespräche“ von Vermittlern bei Schrottimmobilien zu sehen. Vorgelegte falsche, oft sogar frei erfundene Berechnungen über Wertentwicklungen der Immobilie, Steuervorteile, monatliche Aufwand sind nichts anderes als oft sogar vorsätzlich unrichtige Angaben zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit der Kapitalanlage.

Wie so oft geht es aber nicht nur um Verkäufer und Vermittler, sollte mithin je ausnahmsweise die Bank aufgrund eienr Haftungszurechnung nach § 278 BGB oder über institutionalisiertes Zusammenwirken haften, wäre dies natürlich zu Lasten der Bank eine – von der bankenfreundlichen Rechsprechung ungewollte – Haftungsausweitung-