Jetzt Beteiligungen übertragen? Abfindungsguthaben bleibt unklar.

Die Liquidationen in allen von der (ehemaligen) Gallinat Bank ursprünglich finanzierten Darlehen von Gesellschaftern sind angelaufen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Verkaufswerte tatsächlich entwickeln.

Ohne Druck auf einen Liquidationsbeschluss bleiben jedoch bislang alle über Raiffeisenbanken/BAG finanzierte Fonds.

„Die IBH vertröstet in diesen Fällen auf weitere Recherchen und die Arbeitsbelastung“, so RA Schäfer. „Wir werden bei unseren Anlegern nicht mehr lange zuwarten. Bislang verhalten wir uns höchst pragmatisch. Und dies trotz der jahrelangen kriminellen Machenschaften der früheren Geschäftsführung. Aber lange geben wir IBH nicht mehr Zeit, dann empfehlen wir, ggf. gegenüber der neuen Geschäftsführung vorzugehen. Diese hat längst durch Zeitablauf sich in einen Pflichtenkreis begeben, der nicht mehr frei ist von Risiken zivilrechtlich wie strafrechtlich. Die IBH sollte den Bogen nicht überspannen.“

Bei den von der ehemaligen Gallinat Bank finanzierten Fonds sind Übertragungen möglich , jedoch im Regelfall aktuell nur insoweit, als daß das der Kaufpreis für den Anteil in Höhe des Abfindungsguthabens bei Abschluss der Liquidation bezahlt wird. Dies kann noch Jahre dauern. Immerhin tritt dann ab sofort eine Haftungsbegrenzung ein und der Anleger wird von keiner Papierflut mehr überhäuft.

„Wir raten hier sehr individuell je nach Fonds, Anteilshöhe und individueller Befassung des Anlegers, ob aktuell eher übertragen werden sollte oder nicht,“ so weiter RA Schäfer.

Ein Ende ist jedenfalls noch lange nicht abzusehen. Anlegern wird weiterhin empfohlen, nicht kritiklos von den Beteiligten Aufforderungen nachzukommen oder Informationen zu glauben. Dies gilt für alle Beteiligten, sei es IBH,  Aif Invest, Finanzdesk, CT Treuhand oder irgendwelchen Anlegergruppen, hinter denen oft nur andere der benannten Beteiligten stecken.

Ein Anleger sollte sich daher stets sachkundig individuell beraten und gegebenenfalls vertreten lassen.