Also doch – Übernahmen von Beteiligungen durch Finanzdesk möglich

Nach dem Massenschreiben von IBH, daß die Firma Finanzdesk nun doch Fondsanteile aufkaufen werde, herrschte grosses Wirrwarr. Jüngst zum selben Zeitpunkt hatte die Firma Finanzdesk noch selbst Gegenteiliges behauptet.

Nun tritt die Firma Finanzdesk an Anleger heran und bietet bei Nachfrage doch aktiv die Übernahme an, allerdings augenscheinlich nur bei Fonds, die ursprünglich durch die Gallinatbank finanziert waren und deren wirtschaftliche Feststellungen durch IBH vorläufig dazu führten, daß ein positiver Abfindungsbetrag letztlich herauskommt. Diese gilt beispielsweise nicht für den Fonds OZ Bad Kohlgrub, der immense Verbindlichkeiten gegenüber anderen IBH-Fonds aufweist. Nicht betrifft es durch Volksbanken, später die BAG finanzierte Anleger.

Dabei ist die FD aber nur bereit die Anteile zu übernehmen, sich jedoch auf keinen festen Abfindungsbetrag einzulassen. Sie verspricht jedoch dann eine Haftungsbegrenzung und schlicht, daß sich die Anleger damit nicht mehr befassen müssen. Letztgenanntes ist wohlgemerkt natürlich auch durch eine ordnungsgemäße Treuhandschaft im Rahmen der Liquidation gewährleistet. Normalerweise.

Es wird also bei Vereinbarungen zur Übernahme auf das „Kleingedruckte“ angekommen und dies gegebenenfalls sehr individuell zu prüfen sein.

Wir raten daher spätestens jetzt dringlichst, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen,“ so RA Schäfer, “ jeder Anleger, der keine eigene professionelle Vermögensverwaltung mit Fonds betreibt, ist spätestens hier heillos überfordert.“